Welche Wirbelsäulenerkrankungen werden in unserer Klinik behandelt?
Bandscheibenvorfall
Fragen und Antworten zum Thema Wirbelsäule
Die Wirbelsäule ist definitiv ein Stressorgan – das wissen wir. Wer dauerhaft unter Stress steht, ob beruflich oder privat, verspannt vor allem die Rückenmuskulatur. Muskelverspannungen führen zu einer schlechten Körperhaltung und diese wiederum zu einer Überlastung der Bandscheiben. Kurz gesagt: Stress begünstigt Rückenprobleme. Und wenn Schmerzen auftreten, sagt uns die Wirbelsäule gewissermaßen: „Geh bitte runter vom Gas“.
Neben Stress spielen natürlich auch Über- und Fehlbelastung, falsche oder unzureichende Bewegung, genetische Faktoren sowie Ernährung eine zentrale Rolle.
Meine Devise lautet: So minimal-invasiv wie möglich. Dementsprechend gehören minimal-invasive Eingriffe, wie röntgengezielte Nerven- und Gelenksblockaden, Nukleoplastien, Schmerzfaserverödungen sowie minimal-invasive Bandscheibenoperationen in Knopflochtechnik zu den häufigsten Eingriffen, die ich durchführe.
Beim Bandscheibenvorfall ist die Nukleoplastie oft eine sehr gute Alternative zur Operation. In vielen Fällen kann eine Operation dadurch sogar vermieden werden – das ist auch das primäre Ziel. Sollte der:die Patient:in nach einer Nukleoplastie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, kann man immer noch operieren. Es macht einen großen Unterschied, ob man am nächsten Tag wieder voll einsatzfähig ist oder sich nach einer Operation vier Wochen schonen muss. Auch das Risiko einer Infektion ist äußerst gering. Ich hatte bei rund 80 Nukleoplastien pro Jahr bislang noch keine Infektion.
Die häufigste Ursache von Kreuzschmerzen ist übrigens nicht der Bandscheibenvorfall, sondern es sind die Gelenke – also das Iliosakralgelenk (Darm-Kreuzbein-Gelenk) oder die Wirbelgelenke. Facetteninfiltrationen oder Facettendenervierungen sind sehr effizient. Hierbei werden überbelastete, fehlbelastete, entzündete Wirbelgelenke, die häufig altersbedingt aufgrund von Arthrosen entstehen, in Röntgenkontrolle infiltriert und Schmerzfasern gezielt mit Hitze verödet. Diese Eingriffe sind sehr effizient.
Facettengelenksarthrosen sind oft auch eine Folge von Bandscheibenvorfällen: Wenn eine Bandscheibe kaputt wird, wird sie locker. In Folge sind dann die Wirbelgelenke überbelastet. Dann ist die Bandscheibe für den Schmerz verantwortlich obwohl sie selbst gar keine Schmerzfasern besitzt. Die Schmerzfasern befinden sich in den Wirbelgelenken. Genau dort setze ich dann therapeutisch an.
Die häufigste Ursache von Kreuzschmerzen ist übrigens nicht der Bandscheibenvorfall, sondern es sind die Gelenke – also das Iliosakralgelenk (Darm-Kreuzbein-Gelenk) oder die Wirbelgelenke. Facetteninfiltrationen oder Facettendenervierungen sind sehr effizient. Hierbei werden überbelastete, fehlbelastete, entzündete Wirbelgelenke, die häufig altersbedingt aufgrund von Arthrosen entstehen, in Röntgenkontrolle infiltriert und Schmerzfasern gezielt mit Hitze verödet. Diese Eingriffe sind sehr effizient.
Facettengelenksarthrosen sind oft auch eine Folge von Bandscheibenvorfällen: Wenn eine Bandscheibe kaputt wird, wird sie locker. In Folge sind dann die Wirbelgelenke überbelastet. Dann ist die Bandscheibe für den Schmerz verantwortlich obwohl sie selbst gar keine Schmerzfasern besitzt. Die Schmerzfasern befinden sich in den Wirbelgelenken. Genau dort setze ich dann therapeutisch an.
Kreuzschmerz ist meist ein komplexeres Thema. Oft ist es schwierig, herauszufinden, woher genau die Beschwerden kommen. Diagnostisch kann man in so einem Fall infiltrieren und beobachten, ob der Schmerz dadurch abnimmt bzw. ob er wiederkehrt. Bei Kreuzschmerzen denkt man nie primär an eine Operation, sondern setzt zunächst auf konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und gezielte Rückenheilgymnastik. Voraussetzung für einen Erfolg ist allerdings, dass der:die Patient:in die Übungen konsequent durchführt. Ergänzend können Infiltrationen der Wirbelgelenke oder Nervenfaserverödungen sinnvoll sein. In vielen Fällen reicht das bereits aus.
Problematisch ist es aus meiner Sicht, wenn bei reinen Kreuzschmerzen direkt geraten wird zu operieren. Dabei handelt es sich meist um Stabilisierungsoperationen, denen ich persönlich skeptisch gegenüberstehe. Meine Erfahrung zeigt, dass nur wenige Patient:innen damit langfristig schmerzfrei und zufrieden sind. Natürlich gibt es klare Indikationen für Stabilisierungsoperationen in der Lendenwirbelsäule – etwa bei Wirbelgleiten mit neurologischen Störungen. Wenn das Gefüge komplett instabil ist oder Frakturen (Brüche) vorliegen, macht eine Stabilisierung selbstverständlich Sinn.
Meine Erfahrung bleibt jedoch: Weniger ist mehr. So minimal-invasiv wie möglich.
Ich sage immer: Früher war ich Operateur – jetzt bin ich Arzt. Eine sorgfältige Diagnostik und sich ausreichend Zeit für die Patienten zu nehmen, sind zentrale Qualitätsfaktoren. Der Faktor Zeit macht letztlich den Unterschied. Es macht mich zufrieden, dass ich diese Zeit meinen Patient:innen wirklich widmen kann. Die Kunst besteht nicht darin, alles zu operieren, was man operieren kann, sondern darin, zu erkennen, welche Behandlung der:die Patient:in zu welchem Zeitpunkt wirklich braucht. Nur weil eine Operation medizinisch sinnvoll erscheint, heißt das nicht, dass sie für den:die Patient:in auch die beste Lösung ist. Ich sehe mich nicht in der Position, einem:r Patient:in etwas einzureden oder auszureden. Außer, es ist Gefahr im Verzug. Mein Anspruch ist es, die vorhandenen therapeutischen Möglichkeiten transparent darzustellen, damit der:die Betroffene eine gute Informationsbasis hat, um zu entscheiden, welchen Weg er:sie einschlagen möchte. Führt die gewählte Maßnahme direkt zum Erfolg, ist das großartig. Wenn nicht, setzen wir gemeinsam den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer besseren Lebensqualität.
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