Kreuzschmerzen, oft in Kombination mit Aus­strahlung in die Beine, gelten als Volks­krankheit Nummer 1. Als Ursachen können Band­scheiben­vorfälle, Wirbel­kanal­vereng­ungen, Insta­bilitäten mit Wirbel­gleiten oder Wirbel­körper­brüche zugrunde liegen. Wenn konser­vative Behand­lungen nicht ansprechen, wird eine Operation notwendig. Nach detaillierter Analyse möglicher Schmerz­ursachen wird für jede:n Patient:in ein indi­viduell abge­stimmtes, multi­modales Behandlungs­konzept erarbeitet.

Welche Wirbel­säulen­er­krank­ungen werden in unserer Klinik be­handelt?

  • Spezielle Schmerztherapie mittels röntgengezielter Nerven- und Gelenks­blockaden
  • Facettgelenksdenervationen (Schmerz­faser­ver­ödungen)
  • Nukleoplastie (röntgengezielte Radio­frequenz­therapie) bei Band­scheiben­vor­wölbungen
  • Minimalinvasive Band­scheiben­operationen
  • Implantationen von Band­scheiben­prothesen
  • Minimalinvasive Stabilisierungs­operationen an der ge­samten Wirbel­säule
  • Zementapplikation bei Wirbel­körper­frakturen
  • Implantationen von Intraspinösen Spacern
  • Dynamische Stabilisierungen mit Be­wegungs­er­halt
  • Stabilisierungen bei degenerativen Skoliosen oder Wirbel­gleiten
  • Revisionseingriffe nach Vor­operationen
  • Versteifungsoperationen des Ilio­sacral­ge­lenkes (DIANA-Methode)

Behandlung der Wirbel­kanal­stenose

Ja, ich möchte Inhalte von YouTube angezeigt bekommen.
Einstellungen ändern
Laden von YouTube einmalig erlauben

Verengung in der Hals­wirbel­säule

Eine Verengung im Wirbelkanal der Halswirbel­säule tritt bei sehr vielen Menschen auf und ist in vielen Fällen un­bedenk­lich. Welche Symptome jedoch fach­ärztlich ab­ge­klärt werden sollten, erläutert Wirbel­säulen­spezialist Priv.-Doz. Dr. Michael Mayer in der ORF-Serie „Ratgeber Gesund­heit“ vom 03.03.2026.

Moderne Schmerz­therapie

Viele Menschen kennen es: Kreuz­schmerzen rauben den Schlaf, mindern die Beweg­lich­keit und beein­trächtigen den Alltag. Doch die moderne Schmerz­therapie kann in vielen Fällen helfen – und zwar Schritt für Schritt, von Infil­tra­tions­be­hand­lungen über Dener­va­tions­ver­fahren bis hin zu operativen Methoden, erläutert Dr. Florian Johannes Hofmann in der ORF-Serie „Rat­geber Gesund­heit“ vom 30.09.2025.

Bandscheibenvorfall

Kreuzschmerzen gelten in Österreich als Volks­krankheit Nummer 1. Bei starken Schmerzen oder gar Lähmungs­er­scheinungen liegt der Ver­dacht auf einen Band­scheiben­vorfall nahe. Jetzt ist schnelles Handeln er­forder­lich. Für eine exakte Diagnose ist der Gang zum:r Spezialist:in an­ge­sagt. Bei uns bekommen Sie rasche Behand­lungs- und Therapie­termine bei renommierten Wirbel­säulen-Expert:innen.

Fragen und Antworten zum Thema Wirbel­säule

Dr. Helmut Maier ist seit 26 Jahren passionierter Neuro­chirurg und betreibt eine Wahlarzt-Ordination an der Privat­klinik Wehrle-Diakonissen. Mit rund 550 Eingriffen pro Jahr gilt er als renommierter Spezialist für die Be­hand­lung von Wirbel­säulen- und Bandscheiben­erkrankungen. Im Interview be­ant­wortet er Fragen zu den Themen Band­scheiben­vorfall, Rücken- und Kreuz­schmerzen sowie zu Operationen an der Wirbel­säule.

Sie haben einmal gesagt: „Die Wirbelsäule ist ein Stressorgan“. Wie meinen Sie das?

Die Wirbelsäule ist definitiv ein Stressorgan – das wissen wir. Wer dauerhaft unter Stress steht, ob beruflich oder privat, verspannt vor allem die Rücken­muskulatur. Muskel­verspannungen führen zu einer schlechten Körper­haltung und diese wiederum zu einer Überlastung der Band­scheiben. Kurz gesagt: Stress begünstigt Rücken­probleme. Und wenn Schmerzen auftreten, sagt uns die Wirbelsäule gewisser­maßen: „Geh bitte runter vom Gas“.
Neben Stress spielen natürlich auch Über- und Fehl­belastung, falsche oder unzureichende Bewegung, genetische Faktoren sowie Ernährung eine zentrale Rolle.

Was sind die häufigsten Eingriffe, die Sie an der Wirbelsäule durchführen?

Meine Devise lautet: So minimal-invasiv wie möglich. Dement­sprechend gehören minimal-invasive Eingriffe, wie röntgen­gezielte Nerven- und Gelenks­blockaden, Nukleo­plastien, Schmerz­faser­verödungen sowie minimal-invasive Bandscheiben­operationen in Knopf­loch­technik zu den häufigsten Eingriffen, die ich durch­führe.

Beim Bandscheibenvorfall ist die Nukleo­plastie oft eine sehr gute Alter­native zur Operation. In vielen Fällen kann eine Operation dadurch sogar ver­mieden werden – das ist auch das primäre Ziel. Sollte der:die Patient:in nach einer Nukleo­plastie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, kann man immer noch operieren. Es macht einen großen Unter­schied, ob man am nächsten Tag wieder voll einsatz­fähig ist oder sich nach einer Opera­tion vier Wochen schonen muss. Auch das Risiko einer Infektion ist äußerst gering. Ich hatte bei rund 80 Nukleo­plastien pro Jahr bislang noch keine Infektion.

Die häufigste Ursache von Kreuzschmerzen ist übrigens nicht der Band­scheiben­vorfall, sondern es sind die Gelenke – also das Iliosakral­gelenk (Darm-Kreuzbein-Gelenk) oder die Wirbelgelenke. Facetten­infiltra­tionen oder Facetten­denervierungen sind sehr effizient. Hierbei werden über­belastete, fehl­belastete, ent­zündete Wirbel­gelenke, die häufig alters­bedingt aufgrund von Arthrosen entstehen, in Röntgen­kontrolle infiltriert und Schmerz­fasern gezielt mit Hitze verödet. Diese Ein­griffe sind sehr effizient.

Facettengelenks­arthrosen sind oft auch eine Folge von Band­scheiben­vorfällen: Wenn eine Band­scheibe kaputt wird, wird sie locker. In Folge sind dann die Wirbel­gelenke überbelastet. Dann ist die Band­scheibe für den Schmerz verant­wortlich obwohl sie selbst gar keine Schmerz­fasern besitzt. Die Schmerz­fasern befinden sich in den Wirbel­gelenken. Genau dort setze ich dann therapeutisch an.

Die häufigste Ursache von Kreuzschmerzen ist übrigens nicht der Bandscheibenvorfall, sondern es sind die Gelenke – also das Iliosakralgelenk (Darm-Kreuzbein-Gelenk) oder die Wirbelgelenke. Facetteninfiltrationen oder Facettendenervierungen sind sehr effizient. Hierbei werden überbelastete, fehlbelastete, entzündete Wirbelgelenke, die häufig altersbedingt aufgrund von Arthrosen entstehen, in Röntgenkontrolle infiltriert und Schmerzfasern gezielt mit Hitze verödet. Diese Eingriffe sind sehr effizient.

Facettengelenksarthrosen sind oft auch eine Folge von Bandscheiben­vorfällen: Wenn eine Band­scheibe kaputt wird, wird sie locker. In Folge sind dann die Wirbel­gelenke überbelastet. Dann ist die Band­scheibe für den Schmerz ver­antwortlich obwohl sie selbst gar keine Schmerz­fasern besitzt. Die Schmerz­fasern befinden sich in den Wirbel­gelenken. Genau dort setze ich dann thera­peutisch an.

Und bei Kreuzschmerzen?

Kreuzschmerz ist meist ein komplexeres Thema. Oft ist es schwierig, heraus­zufinden, woher genau die Beschwerden kommen. Diagnostisch kann man in so einem Fall infiltrieren und beobachten, ob der Schmerz dadurch abnimmt bzw. ob er wiederkehrt. Bei Kreuz­schmerzen denkt man nie primär an eine Operation, sondern setzt zunächst auf konservative Maß­nahmen wie Physiotherapie und gezielte Rücken­heil­gymnastik. Voraus­setzung für einen Erfolg ist allerdings, dass der:die Patient:in die Übungen konse­quent durchführt. Ergänzend können Infiltra­tionen der Wirbelgelenke oder Nerven­faser­verödungen sinn­voll sein. In vielen Fällen reicht das bereits aus.

Problematisch ist es aus meiner Sicht, wenn bei reinen Kreuz­schmerzen direkt geraten wird zu operieren. Dabei handelt es sich meist um Stabilisierungs­operationen, denen ich persönlich skeptisch gegen­überstehe. Meine Erfahrung zeigt, dass nur wenige Patient:innen damit lang­fristig schmerz­frei und zufrieden sind. Natürlich gibt es klare Indika­tionen für Stabilisierungs­operationen in der Lendenwirbel­säule – etwa bei Wirbel­gleiten mit neuro­logischen Störungen. Wenn das Gefüge komplett instabil ist oder Frakturen (Brüche) vorliegen, macht eine Stabilisierung selbst­verständlich Sinn.

Meine Erfahrung bleibt jedoch: Weniger ist mehr. So minimal-invasiv wie möglich.

Was ist Ihnen als Rückenspezialist besonders wichtig?

Ich sage immer: Früher war ich Operateur – jetzt bin ich Arzt. Eine sorgfältige Diagnostik und sich aus­reichend Zeit für die Patienten zu nehmen, sind zentrale Qualitäts­faktoren. Der Faktor Zeit macht letztlich den Unter­schied. Es macht mich zufrieden, dass ich diese Zeit meinen Patient:innen wirklich widmen kann. Die Kunst besteht nicht darin, alles zu operieren, was man operieren kann, sondern darin, zu erkennen, welche Behandlung der:die Patient:in zu welchem Zeit­punkt wirklich braucht. Nur weil eine Operation medizinisch sinnvoll erscheint, heißt das nicht, dass sie für den:die Patient:in auch die beste Lösung ist. Ich sehe mich nicht in der Position, einem:r Patient:in etwas einzureden oder auszureden. Außer, es ist Gefahr im Verzug. Mein Anspruch ist es, die vorhandenen therapeu­tischen Möglichkeiten trans­parent darzustellen, damit der:die Betroffene eine gute Informations­basis hat, um zu entscheiden, welchen Weg er:sie einschlagen möchte. Führt die gewählte Maß­nahme direkt zum Erfolg, ist das großartig. Wenn nicht, setzen wir gemeinsam den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer besseren Lebens­qualität.

Sie haben Fragen zu Ihrem Auf­ent­halt in unserer Klinik?

Wichtige Informationen vor, während und nach Ihrem Auf­ent­halt in der Privat­klinik Wehrle-Diakonissen sowie zu Kosten und Abrechnung.

Unsere Haupt-Belegärzt:innen

Neuro­chirurgie

Orthopädische Chirurgie

Alle Fachärzt:innen für Neuro­chirurgie
Alle Fachärzt:innen für Orthopädie