Die Allgemein- und Viszeral­chirurgie in der Privat­klinik Wehrle-Diakonissen um­fasst die moderne Be­hand­lung von Er­krank­ungen im Bauch­raum – von häufigen Beschwerden wie Leisten­brüchen bis zu Ein­griffen an Magen, Darm und Gallen­blase. Patient:innen profitieren von präziser Diagnostik, individuellen Therapien und schonenden, minimal-invasiven Operations­methoden auf höchstem medizinischem Niveau.

Welche Erkrank­ungen werden im Bereich Allgemein- und Bauch­chirurgie be­handelt?

  • Leistenbrüche, Bauchwand­brüche, Narben­brüche
  • Refluxerkrankung, Sod­brennen, Zwerchfell­brüche
  • Gallenblasen­stein­leiden
  • Akute Blinddarm­ent­zündung
  • Darmerkrankungen (z. B. Diverti­kulitis)
  • Schilddrüsen­er­krank­ungen
  • Hämorrhoiden, Anal­fisteln, Anal­fissuren
  • Krampfadern, Venen­leiden
  • Endoskopie (Gastro­skopie, Kolo­skopie) - auch zur Vor­sorge
Chirurg und OTA führen einen chirurgischen Eingriff im OP-Saal durch.
Hernienchirurgie (Bauchwand- & Leisten­brüche, Narben­brüche)

Weichteilbrüche kommen häufig vor. Ob ein Leisten­bruch, Bauchnabel- oder Narben­bruch im Bereich einer Operations­narbe: Selbst wenn Sie kaum Be­schwerden haben, ist eine Ab­klärung sinn­voll, um Risiken wie das Ein­klemmen von Gewebe zu ver­hindern.

Nach einer un­komplizierten Ultra­schall­unter­suchung in unserer Privaten Chirurgischen Ambulanz sanieren wir den Bruch er­fahren, routiniert und bevorzugt minimal-invasiv.

Refluxerkrankung (Sodbrennen, Zwerchfellbruch)

Fließt regelmäßig Magensäure in die Speiseröhre, kann dies lang­fristig das Gewebe schädigen. Eine chronische Reflux­krankheit sollte daher frühzeitig per Magen­spiegelung (Gastro­skopie), Mano­metrie und ph-Metrie ab­geklärt werden.

Je nach Befund reicht unsere Therapie von Ernährungs­beratung über Medi­kamente bis hin zu präzisen, minimal-invasiven Opera­tionen.

Cholecystolithiasis, Cholecystitis (Gallenblasensteinleiden)

Gallensteine werden oft erst durch schmerzhafte Koliken oder Ent­zündungen bemerkt. Blockieren die Steine die Gallen­wege oder liegt eine akute Ent­zündung vor, ist die operative Ent­fernung der Gallen­blase (Chole­zystektomie) der sicherste Weg zur dauer­haften Schmerz­freiheit.

Der Eingriff erfolgt schonend per Schlüssel­loch-Chirurgie. Ein Leben ohne Gallen­blase ist danach völlig beschwerde­frei möglich.

Appendizitis (Blinddarmentzündung)

Die Entzündung des Wurmfortsatzes ist der häufigste chirurgische Notfall im Bauch­raum. Die Symp­tome - oft wandernder Schmerz in den rechten Unter­bauch, begleitet von Übel­keit und Fieber - können besonders bei älteren Menschen oder Schwangeren un­typisch verlaufen.

Um einen gefährlichen Blinddarm­durchbruch zu vermeiden, ist die operative Ent­fernung die einzig wirksame Thera­pie. Unser Team führt diesen Ein­griff rund um die Uhr mit höchster Kompe­tenz und Routine durch.

Divertikulitis (Entzündung im Dickdarm)

Entzünden sich Ausstülpungen der Dickdarm­wand (Divertikel), kann dies zu schweren Ent­zündungs­verläufen führen.

Bei wiederkehrenden Entzündungs­schüben entfernen wir den betroffenen Darm­abschnitt (meist das Sigma, auch S-Darm genannt) vorzugsweise im ent­zündungs­freien Intervall (ca. 4–6 Wochen nach dem letzten Schub und Kontroll­koloskopie).

Bei Komplikationen wie einem Darm­durchbruch oder Abszessen operieren wir primär minimal-invasiv, um Ihr Wohl­befinden und Ihre Sicher­heit schnellst­möglich wiederher­zustellen.

Schilddrüsenchirurgie

Nicht jede Schilddrüsenerkrankung muss operiert werden. Werden jedoch ver­dächtige Knoten entdeckt, engt ein großer Kropf die Luft­röhre ein oder liegt eine schwere, medika­mentös nicht behandel­bare Auto­immun­erkrankung vor, ist eine Opera­tion ent­scheidend.

Maximale Sicherheit (Neuro­monitoring): Zum Schutz Ihrer Stimm­bandnerven nutzen wir standard­mäßig modernstes, kontinuierliches Neuro­monitoring während der OP.

Hämorrhoiden

Beschwerden im Enddarmbereich sind menschlich und kein Grund für Scham. Ver­größerte Hämorrhoiden verursachen oft Brennen oder Juck­reiz.

Nach einer kurzen, schmerzlosen Enddarm­spiegelung (Prokto­skopie) in geschütztem Rahmen wählen wir die passende Thera­pie: Von konser­vativen Salben und Medika­menten bis hin zu chirurgischen Ein­griffen, die in Abhängig­keit des Stadiums der Hämorrhoiden­ausprägung gewählt werden.

Analfissur (Schmerzhafter Schleimhauteinriss)

Eine Analfissur ist ein kleiner, oft nur Millimeter tiefer Einriss in der empfindlichen Schleim­haut des Afters. Obwohl winzig, kann eine Fissur extrem starke Schmerzen – besonders beim Stuhl­gang – verursachen und den Alltag massiv beein­trächtigen.

Bringen konservative Maßnahmen wie spezielle Salben oder eine Stuhl­regulierung keine Linderung oder ist die Fissur bereits chronisch geworden, hilft nur mehr ein operativer Eingriff.

Dabei entfernen wir das verhärtete Narben­gewebe am Fissur­rand sehr behutsam. So wird das schlecht durch­blutete, alte Gewebe wieder in frisches um­gewandelt, welches im Anschluss rasch und dauer­haft abheilen kann.

Analfisteln (Chronische Entzündungskanäle)

Eine Analfistel ist ein feiner, tunnelartiger Gang, der sich von einer Drüse im Inneren des Afters nach außen zur Haut erstreckt. Sie entsteht meist als chronische Folge eines nicht voll­ständig aus­geheilten Abszesses. Typische Anzeichen sind ein un­angenehmes Druckgefühl, Schmerzen sowie die wieder­kehrende Ent­leerung von Sekret oder Eiter.

Da manche Fisteln komplexe Verläufe – oft auch in der Nähe des Schließ­muskels – haben, passen wir das operative Ver­fahren exakt an Ihre Ana­tomie an.

Unser oberstes Ziel bei der operativen Sanierung ist es, den Ent­zündungs­herd vollständig zu beseitigen und gleich­zeitig Ihren Schließ­muskel maximal zu schonen, um Ihre Konti­nenz perfekt zu schützen.

Varizenchirurgie (Krampfadern & Venenleiden)

Krampfadern sind erweiterte, oft bläulich geschlängelte Venen, die meist an den Beinen auftreten. Sie entstehen, wenn die Venen­klappen nicht mehr richtig schließen und das Blut nicht mehr effektiv zum Herzen trans­portiert wird. Bleibt der dadurch ent­stehende Blutstau un­behandelt, können lang­fristig ernsthafte Probleme wie Ent­zündungen oder Throm­bosen entstehen.

Eine frühzeitige fachärztliche Unter­suchung ist der wichtigste Schritt, um Folge­schäden zu vermeiden. In unserer Klinik bieten wir Ihnen ein breites Spektrum der modernen, minimal-invasiven Venen­chirurgie sowie die Endo­luminale Laser­therapie (EVLT) an.

Welches Verfahren für Sie das Beste ist, besprechen wir ganz indivi­duell und in aller Ruhe mit Ihnen.

Wir operieren Krampfadern das ganze Jahr über, also auch im Sommer.

Endoskopie (Gastroskopie, Koloskopie)

Bei einer Gastroskopie (Magenspiegelung) und Koloskopie (Darmspiegelung) lassen sich vor allem Er­krankungen des Magen-Darm-Trakts genauer dia­gnostizieren. Dabei können Ent­zündungen und Geschwüre diagnosti­ziert und Polypen erkannt und entfernt werden.

Ganz wichtig ist die Vorsorge­koloskopie zur Früh­erkennung von Darm­krebs.

Einen Überblick über sämtliche Leistungen, die in der Privat­klinik Wehrle-Diakonissen an­ge­boten werden, erhalten Sie hier:

Unser Spezialgebiet: Minimal-invasive Chirurgie

Wir operieren so sanft wie möglich. Ein be­sonderer Schwer­punkt unserer Klinik liegt auf der minimal-invasiven Chirurgie („Schlüssel­loch-Chirurgie“) sowie der nahe­zu narben­freien Single-Incision-Technik. Hier­bei er­folgt der Ein­griff über nur einen einzigen, winzigen Zu­gang – meist un­sicht­bar in der Tiefe des Bauch­nabels.

Ihre Vorteile
  • Schnellere Genesung und deut­lich weniger Schmerzen nach der Operation.
  • Hervorragende Ästhetik durch extrem kleine oder gänz­lich un­sicht­bare Narben.

Akute Hilfe & Planbare Ein­griffe

Schnelle Hilfe im Not­fall

Sollte in unserer Privaten Chirurgischen Ambulanz ein akutes Krank­heits­bild (z. B. eine Blind­darm­ent­zündung oder eine akute Divertikulitis) fest­ge­stellt werden, ver­lieren wir keine Zeit: Sie können sich auf eine sofortige stationäre Auf­nahme und zeit­nahe Operation ver­lassen.

Planbare Eingriffe

Nicht jeder Befund erfordert sofortiges Handeln. Weniger zeit­kritische Er­krank­ungen be­sprechen wir aus­führ­lich mit Ihnen und planen Ihren OP-Termin flexibel und ohne Zeit­druck gemein­sam.

Warum Sie bei uns richtig sind

Höchste Fach­kompetenz

Langjährige Expertise er­fahrener Chirurg:innen.

Moderne Chirurgie

Schonende Operations­ver­fahren für eine spür­bar schnellere Ge­nesung.

Schonende Endoskopie

Untersuchung des Magens (Gastro­skopie) und des Darms (Kolo­skopie), auch als Vor­sorge­unter­suchung.

Individuelle Betreuung durch einen Arzt

Vom Erstkontakt bis zur Nach­sorge stehen Sie als Mensch im Mittel­punkt.

Schneller zurück im All­tag: Von der Tages­klinik bis zum „Fast-Track“-Konzept

In der Tagesklinik und im Fast-Track-Konzept steht nicht nur der Ein­griff selbst im Fokus, sondern der ge­samte Weg davor und danach. Ziele sind unter anderem kürzere Klinik­auf­ent­halte, weniger Komplikationen und mehr Selbst­ständig­keit im All­tag.
Sowohl vor wie auch nach der Operation setzen wir auf eine be­schleunigte und sichere Genesung. Be­gleitet von einer optimal ab­ge­stimmten Schmerz­therapie helfen wir Ihnen, schon kurz nach dem Ein­griff wieder erste Schritte zu machen. Das schützt vor Komplikationen und führt Sie schneller in Ihren All­tag zurück.
Langes Fasten nach der OP gehört der Ver­gangen­heit an. In enger Zu­sammen­arbeit mit unseren Diätologinnen beginnen Sie rasch wieder mit der Nahrungs­auf­nahme, was die Darm­funktion aktiviert und Ihren Körper stärkt.

Dr. Jan Schirnhofer begrüßt eine Patientin in der Privaten Chirurgischen Ambulanz.

Sie haben Fragen zu Ihrem Auf­ent­halt in unserer Klinik?

Wichtige Informationen vor, während und nach Ihrem Auf­ent­halt in der Privat­klinik Wehrle-Diakonissen sowie zu Kosten und Abrechnung.