Geschichte

Privatklinik Wehrle-Diakonissen

Informationen zur jüngsten Geschichte des Hauses – dem Zusammenschluss der Privatklinik Wehrle mit der Klinik Diakonissen Salzburg zur neuen Privatklinik Wehrle-Diakonissen am 1. Jänner 2015 – finden Sie hier.

Privatklinik Wehrle

Im Ersten Weltkrieg kam Dr. Viktor Wehrle Senior, selbst verwundet, als Leiter des damaligen Truppenspitals, nach Salzburg. Nach Ende des Krieges war er als Oberarzt im Landeskrankenhaus tätig, in den 20er Jahren auch in eigener Praxis.

Auf Grund der steigenden Zahl an Patienten und der Komplexität von Operationen, verstärkte sich zusehends sein Wunsch nach einem eigenen Haus, in dem er die ganzheitliche Behandlung seiner Patienten forcieren konnte. So wurde unter Planung des Architekten Deininger bereits im Jahre 1926 mit dem Bau des damaligen Sanatoriums Wehrle begonnen. Bereits ein Jahr später, 1927, konnte das Sanatorium, das damals nur aus dem vorderen, villenartigen Trakt bestand, feierlich eröffnet werden.

Weitere drei Jahre später, erfolgte der Zubau hinaus zur Lasserstraße, um ein Verbindungsstück zwischen dieser und der Haydnstraße zu schaffen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Privatklinik Wehrle zwar nicht direkt von Bomben zerstört, aber auf Grund der verheerenden Zerstörung rund um den Bahnhof in der Nähe, wurde auch sie stark in Mitleidenschaft gezogen. Aus diesem Grund musste die Klinik bis 1944 geschlossen werden und ging erst wieder 1948 in voller Kapazität in Betrieb.

Im Jahr 1960 verstarb der Gründervater, Dr. Wehrle, und es folgten schwere Jahre für die Klinik. Erst als 1967 der Sohn, Dr. Wehrle Junior, als frisch gebackener Facharzt für Chirurgie seinem Vater als neuer Leiter der Klinik nachfolgte, konnte an den Erfolg vor Kriegsbeginn angeknüpft werden.

Die Klinik erfuhr unter seiner Schirmherrschaft sogar derart Zuspruch, dass auf Grund von akutem Bettenmangel der 3.Stock, der bis dato nur zur Hälfte ausgebaut war, fertig gestellt wurde.

Mit dem Ausbau des OP-Traktes in den 70er Jahren hatte die Privatklinik Wehrle schließlich ihre heutige Größe (am Standort Andräviertel) erreicht.

Klinik Diakonissen Salzburg

Die Geschichte der Diakonissen reicht viele Jahrzehnte zurück und beginnt im Jahr 1935, als der „Evangelischen Verein für Innere Mission“ - heute Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen - das damalige Sanatorium Schwarzbach in der Imbergstraße im Zentrum Salzburgs erwarb.

Die Diakonissen - anfangs unter der Leitung von Oberschwester Berta Turcsànyi - prägten das u.a. in der Geburtshilfe immer beliebter werdende Diakonissen-Krankenhaus Salzburg. Parallel mit der immer schneller werdenden Entwicklung in der Medizin wurden die Einrichtungen des Privat-Krankenhauses ständig erweitert. Neben technischen Neuerungen, wie zum Beispiel der ersten Röntgenanlage (1948), den Operations- und Kreissälen, wurde auch die Bettenanzahl ständig erhöht, um eine bessere Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.

Im Wandel der Zeit mussten immer mehr Aufgaben an weltliche MitarbeiterInnen übergeben werden. Außer Oberschwester Jenny Bellak waren im Diakonissen-Krankenhaus Salzburg ab 1973 keine weiteren Diakonissen mehr tätig; 1991 ging auch sie in den wohlverdienten Feierabend.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in der Imbergstraße nahm das Diakoniewerk Gallneukirchen in den 1980er Jahren das Angebot der Stadt Salzburg an und errichtete in Salzburg-Aigen das Diakonie-Zentrum Salzburg. Seit 1994 befinden sich die Klinik Diakonissen Salzburg, das Haus für Senioren mit Langzeitpflege, Kurzzeitpflege und Tageszentrum, die Einsatzzentrale von Diakonie.mobil, die Schule für Sozialbetreuungsberufe sowie eine Kirche am Standort Aigen.