Krankheitsbild und Diagnostik

Kommt über die Nahrung Zucker in den Blutkreislauf, so schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Insulin ist erforderlich, um den aus der Nahrung stammenden Zucker als lebenswichtigen Brennstoff in die Körperzellen zu bringen. In den Körperzellen wird der Zucker wiederum in Energie umgewandelt.

Wenn der Stoffwechsel durch Diabetes gestört ist, wird entweder ungenügend Insulin produziert (Typ 1 Diabetes) oder es wird das Insulin unzureichend verwertet (Typ 2 Diabetes). Beide Krankheitsbilder stellen den Körper vor ernsthafte Probleme: Der Energielieferant Glucose gelangt nicht mehr in die Körperzellen, um dort verarbeitet zu werden. Dadurch reichert sich im Blut immer mehr Zucker an, was zu Schäden an Augen, Nieren und Nerven sowie zu schlechter Durchblutung an Herz, Gehirn und Beinen führen kann.

Da die Schäden oft lange unbemerkt bleiben, können die Folgeerkrankungen wie Erblindung, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen gravierend und manchmal sogar tödlich sein.

Symptome

Die folgenden Symptome können darauf hinweisen, dass Sie an Diabetes leiden:

  • Großer Durst
  • Leistungsabfall
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • häufiger Harndrang, auch nachts
  • Juckreiz
  • Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit
  • Sehstörungen
  • bei Männern Abnehmen der Libido
  • bei Frauen unregelmäßige Monatsblutung
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • schlechte Wundheilung
  • Hautinfektionen

Diagnosestellung

Um herauszufinden, ob man von Diabetes mellitus betroffen ist, reicht eine einfache Blutuntersuchung. Im Labor wird der Zuckergehalt des Blutes bestimmt. Ist der Nüchternwert bei 126 mg/dl oder höher, so gilt die Diagnose „Diabetes mellitus“ als gesichert. Ebenso kann ein Diabetes diagnostiziert werden, wenn der Zuckerwert während des Tages über 180 mg/dl oder höher liegt.

Diabetes mellitus ist oft Teil einer übergeordneten Stoffwechselstörung. Meist treten hohe LDL-Cholesterinwerte, erhöhte Triglyceridwerte, niedrige HDL-Werte, ein erhöhter Blutdruck, Übergewicht und Diabetes gemeinsam auf, woraus das hohe Gefäßrisiko bei Diabetespatienten resultiert.